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Allgemeine Informationen

 

Das immer größer werdende Umweltbewusstsein in allen Bereichen der Chemie hat zur Folge, dass der Anwenderkreis von Natriumpolywolframat in den letzten Jahren ständig größer wurde. Wir sind sicher, dass Natriumpolywolframat in Zukunft die hoch toxischen, karzinogenen chlorierten und bromierten Kohlenwasserstoffe im Bereich der Sink-Schwimmanalyse vollständig verdrängen wird.

Natriumpolywolframat – auch genannt Natriummetawolframat – fällt in die Gruppe der sogenannten „Non-Phase Stoffe“, was bedeutet, dass Natriumpolywolframat bereits nach der Stoffrichtlinie 67/548/EWG unter dem deutschen Chemikaliengesetz angemeldet wurde.

Natriumpolywolframat hat somit alle notwendigen Prüfverfahren durchlaufen, deren Nachweise unter der ELINGS-Nr. 412-770-9 zusammengefasst sind.

Natriumpolywolframat wird automatisch eine Registrierungsnummer nach REACH zugewiesen und gilt somit als registriert.

Natriumpolywolframat wurde bereits nach allen heute zur Verfügung stehenden Methoden auf Toxizität und Ökotoxizität untersucht. So ist der Wissensstand von Natriumpolywolframat gegenüber Mensch, Tier und Umwelt so hoch, dass bei einem sachgerechten Arbeiten mit dieser neuen Schwerflüssigkeit gesundheitliche Risiken ausgeschlossen werden können.

Diese umfangreichen Untersuchungen ergaben, dass Natriumpolywolframat als nicht toxisch eingestuft wurde. Damit werden sich wässrige Natriumpolywolframat-Lösungen weltweit noch mehr durchsetzen.

Wir möchten besonders auf die Wiederverwendbarkeit von wässrigen Natriumpolywolframat-Lösungen hinweisen.

Gebrauchte, nicht mehr verwendete, verdünnte oder verunreinigte Natriumpolywolframat- Lösungen nehmen wir kostenlos zurück.

In den nachfolgenden Seiten sind wichtige Eigenschaften von Natriumpolywolframat und ihren wässrigen Lösungen angegeben. Darüber hinaus möchten wir auf einige interessante Veröffentlichungen hinweisen in denen Anwendungen von Natriumpolywolframat beschrieben sind.

 

NATRIUMPOLYWOLFRAMAT ist ein neues Mittel zur Herstellung von Schwerlösungen. Es hat wesentliche Vorteile gegenüber der Zinkchloridlösung oder den hochtoxischen Halogenkohlenwasserstoffen bei der Sink-Schwimm-Analyse.
     

Formel:

 

formel1 oder formel2

     

Aussehen:

 

weiße Kristalle bzw. leicht gelbgrüne, transparente Lösung

     

Eigenschaften:

 

sehr gut löslich in Wasser, pH-neutrale Lösung, maximale erreichbare Dichte der Lösung 3,1g/cm³ bei 25°

     

Vorteile:

 

nicht toxisch
nicht brennbar
geruchsneutral
wiederverwendbar
Dichte mit Wasser einstellbar von ρ = 1,1 - 3,1 g/cm3
geringe Viskosität
einfache Handhabung
extrem leichte Reinigung des Sink- und Schwimmguts mit Wasser
umweltfreundlich

     

Anwendung:

 

Die Schwerlösung wird durch Lösen von Natriumpolywolframat in entionisiertem Wasser bereitet. Bei dieser Verbindung handelt es sich um ein in Wasser gut lösliches Salz. Die maximal erreichbare Dichte in Wasser beträgt bei Raumtemperatur 3,1 g/cm3. Weitere physikalisch chemische Einzelheiten können den beiden Diagrammen entnommen werden, welche die Dichte als Funktion des Natriumpolywolframatgehaltes (Abb. 1) bzw. die Viskosität als Funktion der Dichte wiedergeben (Abb. 2). Wie der Abbildung 2 zu entnehmen ist, steigt die Viskosität bis zu einer Dichte von 2,5 g/cm3 nur unwesentlich an.

Dadurch werden auch Trennungen im Feinkornbereich möglich. Dabei kann der Einsatz von Laborzentrifugen den Trennvorgang beschleunigen.

     
    Dichte_Diagramm Abb. 1:
Dichte wässriger
Natriumpolywolframat-
Lösungen als Funktion
der Massenkonzentration
     
    Visko_Diagramm Abb. 2:
Viskosität wässriger
Natriumpolywolframat-
Lösungen
als Funktion der
Dichte
     

Struktur:

 

Es handelt sich um ein 12-fach aggregiertes Isopolywolframat mit einer molaren Masse von 2986,12 g/Mol.
Den Modellen nach ist das Polywolframat aus Oktaedern aufgebaut, wobei sich die Sauerstoffionen an den Ecken und die Wolframionen in der Mitte der Oktaeder befinden. In der Darstellung als Kugelmodell bilden die Sauerstoffionen eine dichteste Kugelpackung, wobei die Wolframionen sich in den jeweiligen Oktaederlücken befinden.
Der Struktur nach handelt es sich bei dieser Verbindung um ein sogenanntes »echtes« Metawolframat mit der Formel formel1.
Von den echten Metawolframaten ist bekannt, dass die beiden Wasserstoffatome im zentralen Hohlraum des Polyanions vorhanden sind und die Kugelschale nicht durchdringen können.

     

Hinweise:

 

Festes kristallines Natriumpolywolframat ist nicht hygroskopisch und bei Raumtemperatur
unbegrenzt haltbar.
Bei Verwendung wässriger Polywolframat-Lösungen ist folgendes zu beachten:

  1. nur destilliertes oder entionisiertes Wasser verwenden.
  2. Gefäße nach Gebrauch wieder gut verschließen.
  3. Nur Glas, Kunststoff oder Edelstahlgefäße benutzen.
  4. Die Lösung nicht mit reduzierenden Stoffen in Berührung bringen. Eine dadurch bedingte Blaufärbung hat jedoch keinen Einfluss auf die eingestellte
    Dichte. Durch einige Tropfen Wasserstoffperoxid kann die Lösung entfärbt bzw. eine
    Blaufärbung verhindert werden.
  5. Das Sink- bzw. Schwimmgut sollte keine in Wasser löslichen Ionen enthalten.
    Speziell Pb2+-, Ag+-, Sn2+- und Ba2+ - Ionen bilden schwer lösliche Niederschläge.
    Sollten diese löslichen Ionen in den Proben vorhanden sein, sind diese vorab mit heißem
    Wasser zu waschen.
     

Analyse:

 

Festes Natriumpolywolframat enthält mindestens 86 % ± 1 % WO₃.

Das gebundene Wasser im Natriumpolywolframat kann geringfügig schwanken.

Typische Analysenwerte (keine garantierten Werte):
Al ≤ 0,0015 %; As ≤ 0,012 %; Cu ≤ 0,001 % ; Fe ≤ 0,005 %; Mo ≤ 0,005 %; Si ≤ 0,005 %;
Ti ≤ 0,001 %.

     

Lieferform:

 

Standardmäßig wird Natriumpolywolframat als gebrauchsfertige wässrige Lösung mit einer Dichte von 2,82 ± 0,02 g/cm3 oder mit Dichten ≥ 3,0 g/cm3 in 1 kg, 5 kg, 10 kg und 25 kg Partien geliefert.

Natriumpolywolframat kann aber auch in kristalliner Form oder als Granulat in 1 kg, 5 kg, 10 kg und 25 kg Partien ausgeliefert werden.

Weitere Informationen:

Reagenzglas2

 

Haftungsausschluss - Impressum
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